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Einführung Mastering

Für viele Musiker ist der abschließende Arbeitsschritt „Mastering“ nicht wirklich klar. Was wird da eigentlich gemacht? Und vor allem warum?

Welches Produkt steht am Ende einer Musikproduktion?

Aktuell (2011) sind 3 Varianten sehr populär, die CD, die LP und die MP3. Dies wird sich in Zukunft vermutlich ändern, man sollte aber momentan davon ausgehen, das Musik auf allen 3 Medien (teilweilse gleichzeitig) veröffentlicht wird.

Wie wird der Tonträger produziert?

  • In einem Presswerk werden CDs mit einem Glasmaster, genannten Negativ (ähnlich wie bei der analogen Fotografie), als Vervielfältigungsschablone hergestellt. Als Vorlage für das Glasmaster, muss ein Premaster erstellt werden, und auf diesem sollten die fertigen Songs in der richtigen Reihenfolge, mit den gewünschten Pausen, allen CD-infos (z.b.Trackindizes, CD-Text) vorhanden sein. Außerdem sollten die Normen des Redbooks oder Bluebooks (festgelegte Spezifikationen für Audio-CDs) erfüllt sein.
  • Falls Vinyl produziert werden soll, sind natürlich teilweise andere Arbeitsschritte nötig.  Schallplatten werden auch von Vorlagen gepresst, durch Spritzguss hergestellt oder als Dubplate geschnitten.
  • Bei einer MP3 entfällt dies alles komplett. Hier können Informationen (z.B. Song- und Künstlername) in den Header der Datei geschrieben werden, ansonsten muss einfach nur ein gewünschtes Format gewählt werden und die Audiodatei wird so gespeichert.

Audiomastering

Wenn wir uns im Produktionsprozess weiter zurückbewegen, gelangen wir jetzt zum eigentlichen Audiomastering.

Nach dem Mixdown der Songs steht man oft vor gewissen Problemen:

  • nicht alle Songs stammen aus der gleichen Session
  • wurden über einen längeren Zeitraum und vielleicht auch mit einer unterschiedlichen Soundanspruch gemixt
  • die Songs wurden in verschiedenen Studios produziert

Songs untereinander angleichen

Als Ergebnis haben wir also mehrere Songs, die unterschiedlich klingen und verschieden laut sind. Selbst wenn man ziemliche Anstrengungen investiert und überall im Mix dieselben Einstellungen verwendet, werden die Songs doch gewisse Unterschiede haben.

Und genau an diesem Punkt setzt der Arbeitsschritt Mastering an. In einer abschließenden Bearbeitung wird die gewünschte allgemeine Soundqualität, Dynamik und Lautstärke aller Songs erstellt.

Bsp., wenn bei einigen Songs ein wenig Druck im Bassbereich fehlt, muss man das nicht unbedingt im Mix ändern (was viel mehr Arbeit bedeuten könnte), sondern kann diese zusätzliche Anhebung des Bassbereichs beim Mastering hinzufügen.

Wieso klingt mein Mix nur bei mir zu Hause gut?

Ein weiteres wichtiges Ziel des Masterings ist es, die Songs auf allen erdenklichen Wiedergabegeräten (von der riesigen Clubanlage übers Radio bis zum Handylautsprecher) gleich gut klingen zu lassen.

Dies wird durch keinerlei Magie erreicht, sondern durch extrem neutrale Abhörräume, sehr lineare Monitor-lautsprecher und die äußerst geschulten Ohren des Mastering-ingenieurs. Mit all dem ist er in der Lage, die ganzen kleinen Frequenzgang- und Dynamikfehler des Mixes auszugleichen. Die verschiedenen Abhörmöglichkeiten (Notebook, Ghettoblaster, Hifi-Anlage) werden in guten Masteringstudios auch getestet und fließen damit ins Ergebnis mit ein.

Welches Equipment wird verwendet?

Die am meisten verwendeten Geräte beim Mastering sind Equalizer, Compressoren und Limiter. Ob dies durch echte Hardware oder digital durch Plugins geschieht, ist meist eine finanzielle Frage. Da Soundansprüche sehr unterschiedlich sein können, kann man definitiv nicht sagen, dass eine Variante die bessere wäre. Falls ihr euch unsicher seid, lasst euch einfach vom Masteringstudio beraten.

Da dies der letzte Klang verändernde Schritt in der Produktion ist, wird natürlich noch mehr als sonst auf die Qualität geachtet, d.h. die Geräte und auch die Plugins sind meist furchtbar teuer und außerordentlich gut.



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